Zeichnen mit iPad und Pencil
Der Workshop „analog–digital–iPad“ fand im Rahmen der Ateliertage an drei Tagen mit jeweils unterschiedlichen Schüler*innengruppen statt. Im Mittelpunkt stand die Verbindung von manuellem Zeichnen mit einem digitalen Medium. Mit iPad und Pencil wurde beobachtet, skizziert und gestaltet – direkt vor Ort oder auch ausgehend von Fotos. Entscheidend waren dabei weniger digitale Effekte als genaues Hinschauen, eigene gestalterische Entscheidungen und Experimentierfreude.
Eigentlich war Zeichnen draußen geplant. Bei Außentemperaturen bis zu 40 Grad wurde aus dem Urban Sketching allerdings kurzerhand eine Suche nach den kühlsten Orten der Stadt. Gezeichnet wurde in der Kirche Maria am Gestade, im klimatisierten Einkaufszentrum The Mall, in der Albertina Modern, im MAK mit Fernkälte der Wien Energie und in den klimatisierten U-Bahn-Zügen der Wiener Linien.
Die unterschiedlichen Orte boten vielfältigste Motiv. Die Schüler*innen zeichneten direkt am iPad oder nutzten Fotos als Ausgangspunkt, um daraus eigene digitale Arbeiten zu entwickeln. Dabei entstanden schnelle Beobachtungsskizzen, Architekturstudien, überzeichnete Fotoausschnitte, freie Illustrationen und experimentelle Bildideen. Das iPad erwies sich als flexibles Werkzeug, ersetzte aber nicht das Wesentliche: hinschauen, auswählen, vereinfachen und eigene gestalterische Entscheidungen treffen. Im besten Fall wurde es zu einem digitalen Skizzenbuch, in dem die Hand weiterhin die wichtigste Rolle spielt.
So wurde die Hitze nicht nur zur Herausforderung, sondern auch zum Ausgangspunkt einer besonderen zeichnerischen Stadterkundung. Am Ende standen individuelle digitale Arbeiten – und die Erfahrung, dass Zeichnen fast überall stattfinden kann: in Kirchen, Museen, Einkaufszentren, U-Bahnen und manchmal gerade dort, wo man es nicht erwartet.







































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