6N2 Design Week 26/27


Am 28. September 2026 besuchte die Klasse 6N2 im Rahmen des Kunstunterrichts die Festivalzentrale der Vienna Design Week am Hietzinger Kai. Der Ausflug ergänzte den Themenpool Design, in dem sich die Schüler*innen mit dem Zusammenspiel von Form, Funktion, Material und Nutzung beschäftigen.

In der Ausstellung „Vom Sitzen und Lesen“ der Universität für angewandte Kunst Wien zeigten Studierende experimentelle Sitzmöbel, die gewohnte Vorstellungen vom Sitzen hinterfragen. Ein besonderer Höhepunkt war die Ausstellung „THERE WILL BE CAKE!“ der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zwei Studentinnen nahmen sich Zeit für unsere Klasse und erzählten, wie ihr Designstudium aufgebaut ist und wie sie an der Hochschule arbeiten.

In weiteren Ausstellungen sahen die Schüler*innen Möbel-, Schmuck- und Produktdesign sowie Projekte zu Ökologie und nachhaltiger Produktion. Ausgewählte Objekte hielten sie in Fotos und kurzen Texten fest. Diese Dokumentation fließt in ihre Portfoliomappen ein und dient als Inspiration für ihre eigenen Designarbeiten.

Wir danken dem Team der Vienna Design Week und allen beteiligten Studierenden herzlich für die spannenden Einblicke und inspirierenden Gespräche.

6KM Archeologie 26/27

Die 6KM unternahm einen archäologischen Lehrausgang zu den keltischen Ausgrabungen in Eggendorf, Niederösterreich.

Unter einem Acker wurden die Überreste einer keltischen Siedlung und eines Gräberfeldes entdeckt. Die Funde sind etwa 2.500 bis 3000 Jahre alt. Seit mehreren Wochen wird dort sorgfältig gegraben und geforscht. Dabei kamen Tonscherben, Gefäße, Knochen, Schmuck und Waffen, darunter ein Schwert, sowie die Überreste eines Wagengrabes mit eisernen Radreifen zum Vorschein.

Entdeckt wurde die Fundstelle im Rahmen eines Luftbildprojekts der Universität Wien. Anhand von Bewuchs Merkmalen konnten Strukturen erkannt werden, die auf das keltische Gräberfeld hinweisen.

Die 6KM war sehr dankbar, diese spannende Fundstelle besuchen und einen Einblick in die archäologische Arbeit gewinnen zu dürfen.

78M Salieri Oper 26/27

Am 10. September besuchten die Klassen 7M und 8M gemeinsam mit ihren Klassenvorständen Prof. Theresa Petschina und Prof. Christoph Kögler eine szenische Probe von Antonio Salieris Oper La bella selvaggia am Institut für Gesang in der Musikpädagogik der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Das Besondere an dieser Produktion: La bella selvaggia entstand bereits 1802, verschwand jedoch noch vor ihrer geplanten Aufführung von den Spielplänen. Mehr als zwei Jahrhunderte später wird das Werk nun erstmals auf die Bühne gebracht. Für die Schüler*innen bot sich damit die außergewöhnliche Gelegenheit, mitzuerleben, wie ein über 200 Jahre altes, nahezu vergessenes Werk für seine erste Aufführung szenisch zum Leben erweckt wird.

Begrüßt wurden die beiden Klassen vom Institutsleiter Prof. Alexander Mayr, der einen Einblick in die Entstehung und Organisation der Produktion gab und dabei die Verbindung zwischen universitärer Ausbildung und professioneller Bühnenpraxis aufzeigte.

Vor Beginn der Probe fand außerdem ein Gespräch mit dem Regisseur der Produktion, Muhamed Hrustanovic, statt, der seit diesem Schuljahr auch als Lehrer für Violine und Viola an der Lessinggasse tätig ist. Dabei wurden der historische Hintergrund sowie die Handlung der Oper beleuchtet. Darüber hinaus erhielten die Schüler*innen Einblicke in den heutigen Opernbetrieb: Wie entsteht eine Inszenierung? Welche Schritte liegen zwischen dem ersten Konzeptionsgespräch und einer Premiere? Und welche Berufe und künstlerischen Bereiche wirken dabei zusammen?

Auch die vielfältigen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten an der mdw waren Thema des Gesprächs. Anschließend konnten die Schüler*innen bei der szenischen Probe aus nächster Nähe beobachten, wie musikalische und darstellerische Arbeit ineinandergreifen und eine Oper Schritt für Schritt ihren Weg auf die Bühne findet.

Ein besonderer Vormittag, der Musikgeschichte, universitäre Ausbildung und praktische Theaterarbeit auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.

Fotos: Stefanie Sixt

Kunst+Design Ateliertage 25/26

Bereits zum dritten Mal fanden in der letzten Schulwoche die Atelier-Tage für unsere Kunst+Design-Klassen statt. Das inzwischen bewährte Format nutzt die besondere Zeit zwischen Notenschluss und Schulende an drei Vormittagen um künstlerisches und gestalterisches Arbeiten abseits des regulären Stundenplans in den Mittelpunkt zu stellen.

Vom 29. Juni bis 1. Juli konnten unsere Schüler*innen frei aus einem vielfältigen Workshop-Programm wählen, das von Lehrkräften unserer Schule entwickelt und begleitet wurde. In einem offeneren Rahmen war Zeit für künstlerische, gestalterische und handwerkliche Themen, Materialien und Techniken, die während des Schuljahres im Unterricht oft nur am Rand behandelt werden können. Die freie Wahl ermöglichte es den Schüler*innen, eigene Interessen zu verfolgen, neue Arbeitsweisen kennenzulernen und persönliche Ideen umzusetzen.

Die Workshops fanden in jahrgangsgemischten Gruppen statt. Dadurch kamen Schüler*innen unterschiedlicher Klassen miteinander ins Gespräch, arbeiteten gemeinsam und lernten voneinander. Die Atelier-Tage verbinden kreatives Arbeiten, Eigeninitiative und Austausch und haben sich zu einem besonderen Abschluss des Schuljahres im Kunst+Design-Schwerpunkt unserer Schule entwickelt.

K+D Ateliertage „Ankommen“ 25/26

Ankommen – Wahrnehmung hinterlässt Spuren

Ausgangspunkt unseres Workshops war die Frage: Wie wird Wahrnehmung sichtbar?

Zu Beginn machten wir einen ersten Körperabdruck. Nur wenige Berührungspunkte übertrugen sich auf das Papier und wurden in einer Farbe festgehalten. Anschließend folgte eine ATM-Lektion (Awareness Through Movement®) aus der Feldenkrais-Methode. Durch langsame, aufmerksame Bewegung veränderte sich die Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Danach entstand ein zweiter Abdruck. Plötzlich waren mehr Kontaktflächen spürbar und sichtbar geworden. Diese neuen Bereiche wurden in einer zweiten Farbe gestaltet. So entstand auf dem Papier eine Art Landkarte der eigenen Körperwahrnehmung – ein Bild der Veränderungen, die durch Aufmerksamkeit und Bewegung möglich wurden.

Im nächsten Schritt gingen wir nach draußen und sammelten Pflanzen. Trotz der großen Hitze versuchten wir, sie bis zum nächsten Tag zu trocknen und für die weitere Gestaltung zu bewahren. Die Pflanzen wurden zu Erinnerungen an den Ort und den Moment und fanden später ihren Platz in den Bildern.

Am folgenden Tag klebten wir alte Plakate zusammen und verwendeten deren weiße Rückseiten als großformatigen Bildträger. Darauf wurden die bemalten Japanpapierblätter aufgebracht. Die verschiedenen Schichten verbanden sich zu einer Collage aus Körperspuren, Farbe und Naturmaterialien.

Ein gemeinsamer Besuch im Foto Arsenal führte uns in eine Art Brut-Fotoausstellung mit Arbeiten von Künstler*innen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Ihre Werke zeigten eindrucksvoll, dass künstlerischer Ausdruck nicht an akademische Regeln gebunden ist, sondern aus persönlicher Erfahrung, Wahrnehmung und einer ganz eigenen Sicht auf die Welt entstehen kann. Diese Begegnung ermutigte uns, den eigenen Spuren zu vertrauen und unsere Arbeiten frei weiterzuentwickeln.

Zum Abschluss wurden die eigenen Werke weiterbearbeitet: Sie wurden genäht, ergänzt, mit den gesammelten Pflanzen bestückt und individuell ausgearbeitet. Jede Arbeit erzählt ihre eigene Geschichte – von Bewegung, Wahrnehmung, Berührung und der Verbindung zwischen Körper, Natur und künstlerischem Ausdruck.

So entstand nicht einfach ein Bild, sondern ein sichtbarer Prozess: ein Werk, das zeigt, wie sich unsere Wahrnehmung verändern kann und wie diese Veränderung zu einer künstlerischen Form wird.

K+D Ateliertage „Wiens Freiräume“ 25/26

Im Workshop „Zwischen Hof und Insel – Wiens Freiräume skizzieren und gestalten“ beschäftigten sich die Schüler*innen mit unterschiedlichen Stadträumen und deren Atmosphäre. Geplant waren Skizzen in verborgenen Innenhöfen im 1. Bezirk sowie ein Besuch der Ausstellung „Die Donauinsel – 21 Kilometer Freiraum“ im Wien Museum; aufgrund der großen Hitze wurde das Zeichnen ins Museum verlegt und durch Eindrücke aus dem Wien Museum und der KAWS-Ausstellung in der Albertina modern ergänzt.

K+D Ateliertage „Paint it Blacker“ 25/26

Nach einführender Betrachtung der vielfältigen Facetten und Anwendungen schwarzer Pigmentverbindungen in Werken unterschiedlicher Kunstepochen vertieften sich die Schüler*innen über drei Vormittage in freien grafischen Übungen und Entwürfen der Hell-Dunkel-Malerei: in Kohleskizzen schwarzer Katzen, gegenseitigen Tuscheportraits, lavierten Naturdarstellungen und abstrakteren Arbeiten in Nass-in-Nass-Technik nutzten die Teilnehmer*innen des Workshops das lichtabsorbierende Potential der Farbe Schwarz für kontrastreiche monochrome Arbeiten.

K+D Ateliertage „Cyanotypie“ 25/26

Im Rahmen des Cyanotypie Workshops machten sich die Schülerinnen theoretisch und praktisch mit dem Verfahren des Blaudrucks vertraut und nutzten das starke UV Licht der Sonne aus. Sie mischten Chemie, erstellten (digital sowie analog) Vorlagen für die Drucke und erprobten verschiedene Kompositionen als auch Techniken.

K+D Ateliertage „Brettchenweben“ 25/26

Bänder wie im Mittelalter: Die Kunst des Brettchenwebens

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops konnten Schüler*innen die jahrhundertealte Technik des Brettchenwebens kennenlernen. Diese Handwerkskunst wurde im europäischen Mittelalter genutzt, um stabile und dekorative Bänder herzustellen, die beispielsweise als Gürtel, Bänder oder Borten dienten. Die Teilnehmenden erlernten zunächst die Grundlagen des Brettchenwebens und fertigten schmale Übungsbänder an, die sich ideal als Schlüsselanhänger oder Armbänder eignen. Anschließend konnten sie ihr Können an einem größeren Projekt erproben und breitere, gemusterte Bänder weben – perfekt als Gürtel, Tragegurt oder Schmuckband. Die Begeisterung und Kreativität der Teilnehmenden führten zu vielen individuellen Unikaten und machten den Workshop zu einem vollen Erfolg.

K+D Ateliertage „Gesichtssachen“ 25/26

Beschäftigung mit dem Thema Gesicht hier einmal anders: Schon die Erzeugung einer Maske mit Gipsbinden war sichtlich für die meisten eine spannende Erfahrung. Nicht weniger dann das Ausgießen der Negativform mit Gips und die Begegnung mit dem eigenen Gesicht „in Stein“. Schließlich die kreative Weiterentwicklung der Maske zu einem „Gesichtskunstwerk“ mit neuem Charakter.