WPF-Bio Workshop Tierversuche 17/18

Eine junge Mitarbeiterin des Open Science Projektes hat ein 2stündiges Spiel namens Playdecide mit der BIO-WPF-Gruppe „gespielt“. Dabei wurde in kleinen Gruppen informiert, diskutiert und viel dazugelernt rund um und über das Thema „Tierversuche für die biomedizinische Forschung“!

7ABCV Dialog im Dunkeln 17/18

ialog im Dunkeln ist eine Veranstaltung, in der die BesucherInnen in kleinen Gruppen von einer blinden oder schwer sehbehinderten Begleitperson geführt werden. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass die Führung in der Dunkelheit stattfindet. Die Besucher werden mit alltäglichen Situationen, wie beispielweise dem Überqueren einer Straße, dem Einkaufen in einem Geschäft, dem Gang über unebenes Gelände oder über eine Brücke, konfrontiert. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese Prozesse in stockdunklen, nachgestellten Räumen durchgeführt werden. Die Orientierung erfolgt durch den Tastsinn, einem Blindenstock und durch die Stimme des Guides, der die Gruppe eine Stunde lang begleitet. Mit dieser Ausstellung will man den BesucherInnen einen Einblick in die Welt der Blinden verschaffen. Sie demonstriert den Menschen, wie ein blinder Mensch in verschiedenen Lebenssituationen zurechtkommt und sie selbstständig bewältigt.

Persönlicher Eindruck
Ich bin sehr froh, dass wir mit Frau Mag. Peer im Zuge des Psychologieunterrichts diesen Lehrausgang zum Thema Wahrnehmung gemacht haben. Es war eine beeindruckende Erfahrung. Da ich noch nie in einem stockdunklen Raum gewesen war, waren die ersten Minuten sehr furchteinflößend. Ich hatte das Gefühl, nicht atmen zu können, doch nach einer Weile gewöhnte ich mich an die Dunkelheit und genoss die Führung. Alle Situationen waren unglaublich real dargestellt. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich mich auf einer Straße befinden würde, denn sowohl die Autos, die zum Abtasten aufgestellt waren, als auch die Akustik entsprachen der Realität. Besonders schön fand ich die entspannende Fahrt auf dem Boot und das Gespräch mit dem Begleiter am Ende der Führung.
Als ich das Licht nach einer Stunde erblickte, war ich unendlich froh, sehen zu können. Ich war schockiert, dass ich das immer als selbstverständlich empfunden hatte.
Ach ja: Die Schüler und Schülerinnen der 7AV und 7BV waren auch dort – und sind sehr begeistert! Seht selbst!

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Shama Ajoubi, 7CV

WPF Ethik 17/18

Workshop in der actionFabrik der youngCaritas

Am 14. 12. 2017 besuchten wir, die Wahlpflichtfach-Ethik-Gruppe mit Frau Prof. Peer, einen Workshop in der actionFabrik der youngCaritas in der Heiligenstädter Straße 31. Die Themen waren Vorurteile, Toleranz und Identität.

Als wir ankamen, bat uns die Leiterin des Workshops, Laylan, ihr Alter, ihre Herkunft, Ausbildung und familiäre Situation zu erraten. Wir waren von den Ergebnissen dieses kleinen Ratespiels sehr überrascht und Laylan hat dies als Demonstration benutzt, um uns zu zeigen, dass wir Menschen schnell und ohne viel Nachzudenken vorverurteilen. Dabei sollte man Menschen erst kennenlernen und dann vom Charakter her beurteilen, was für eine Person das ist. Das hat Laylan uns mit einem weiteren kleinen Spiel verdeutlicht, in dem wir ein Blatt mit Menschen mit bestimmten Berufen bekommen haben und 5 von ihnen aussuchen mussten, um sie für 2 Jahre lang auf eine einsame Insel mitzunehmen. Nachdem wir unsere Entscheidungen getroffen haben (die meisten haben den Chirurgen, die Köchin und den Architekten genommen), fanden wir die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen raus und erfuhren, dass z.B. die Köchin drei Menschen vergiftet hat und der Flüchtling ein exzellenter Programmierer war, bevor er aus Syrien flüchten musste. Man sollte also niemals zu schnell urteilen.
Ein weiteres Spiel war, dass wir Karten bekommen haben, auf denen stand, was für eine Person wir jetzt sein würden (z.B. man ist schwarz/arbeitslos/ein Flüchtling/homosexuell/eine sehr bunt gekleidete Frau etc.). Dann las Laylan einige Behauptungen vor: „Meine Meinung wird in der Gesellschaft geschätzt.“, „Ich kann wann immer ich will ins Kino gehen.“, usw. Traf eine Behauptung auf einen zu, musste man einen Schritt nach vorne gehen. Die Person, die die Flüchtlingskarte hatte, hat kaum einen Schritt nach vorne getan, ebenso die körperlich behinderte. Das sollte uns zeigen, dass nicht jeder Mensch dieselben Möglichkeiten hat, sich weiterzuentwickeln und im Leben nach vorne zu kommen. Toleranz ist eben deshalb wichtig, weil man ansonsten vielen Menschen ihre Chancen auf ein besseres Leben wegnimmt.
Anschließend haben wir noch nach ein paar Begriffen gesucht, die für uns die Identität ausmachen. Dazu gehören z.B. das Aussehen, das Alter, die Hautfarbe, die politische Meinung, die Religion und die Nationalität. Wir haben noch darüber diskutiert, dass Menschen oft Gruppen bilden, um sich angehörig zu fühlen, was dazu führen kann, dass man Leute ausschließt. Deswegen gibt es auch noch immer Rassisten und Xenophobe – unglaublich, da wir im 21. Jahrhundert leben. Auch interessiert sich jeder dafür, woher man kommt und ob man einen Migrationshintergrund hat. Wenn man auch sagt, dass man Österreicher_in ist, wird man trotzdem gefragt, woher die Eltern kommen. Wieso muss man sich eigentlich für ein Land entscheiden, darf man nicht beides sein, wenn man sich in beiden Kulturen wohl fühlt? Wieso muss man sich einer Gruppe anschließen?
Danke an Laylan und an das ganze Team der youngCaritas für diesen spannenden Nachmittag!

Dina R., 7AV, Özlem A., 7BV, Almedina H., 7BV